Du hast Dich schon immer gefragt, was ein bestimmter Knopf an Deiner Kamera bedeutet? Was ISO, Blende und Verschlusszeit mit einem guten Foto zu tun hat? Wieso die Fotos von anderen immer besser aussehen als Deine eigenen? Dann sind diese Tipps genau das Richtige für Dich! Denn hier kommen meine ultimativen fünf Tipps für Dich und für das bevorstehende Wochenende, um Deine Kenntnisse im Bereich Fotografie zu erweitern! Heute ist Freitag und vielleicht inspirieren Dich ja meine Tipps, das Wochenende mal so richtig zu nutzen.
Um ehrlich zu sein betrachte ich mich selbst noch als recht neu in der Fotografie. Ich bin überzeugt, dass die Entwicklung hin zu einem guten Fotografen geprägt ist durch ständiges Fotografien, ständiges lernen und viel Kreativität. Uff! Da stehe ich selbst noch weit am Anfang. Aber es gibt Dinge, die mich in den letzten Monaten nach vorne gebracht haben und von denen ich denke, dass sie jedem helfen werden, ein guter Fotograf zu werden.
Um Dich also etwas zu pushen, habe ich hier fünf Tipps, die mir sehr in meiner jüngsten Entwicklung geholfen haben.
1. Lese Dein Kamerahandbuch!
Handbücher ist nicht für jeden was. Ich weiß! Ich persönlich lese wirklich gerne Handbücher und deshalb habe ich von Beginn an mein Handbuch zur Canon 50D ständig in der Hand gehabt. Es ist enorm wichtig, die Kamera in- und auswendig zu kennen, um gute Fotos zu machen und um im entscheidenden Moment zu wissen, welche Einstellung für das Motiv notwendig ist. Wie fotografiere ich mit Gegenlicht? Wie bekomme ich eine geringe Schärfentiefe? Wie reduziere ich das Rauschen? All das sind Fragen, die im entscheidenden Moment eine Antwort suchen. Wer die Antworten kennt, ist nah dran am perfekten Foto.
Nimm Dir also hin und wieder ein paar Minuten Zeit, um im Handbuch zu lesen. Probiere nebenher sofort aus, was Du liest. Drücke die Knöpfe, gehe ins Menü, mache Probefotos und sieh Dir gleich die Fotos an, damit Du verstehst, was passiert. Das Handbuch sollte von nun an Dein ständiger Begleiter sein. Am besten, Du verstaust es ebenfalls in der Kameratasche, so dass Du es immer parat hast, wenn Du die Kamera benutzt.
2. Fotografiere immer im manuellen Modus. Immer!
Apropos Kamera benutzen. Hier kommt Tipp Nummer zwei. Fotografiere von nun an immer, ich wiederhole: immer! im manuellen Modus! Das ist ganz, ganz wichtig, denn nur im manuellen Modus hast Du die volle Kontrolle über Deine Kamera. Alles andere ist wie Fahrradfahren mit Stützrädern. Die Stützräder benötigst Du nicht mehr, denn Du hast bestimmt schon im Automatikmodus fotografiert. Nun ist es an der Zeit, sich an den manuellen Modus zu gewöhnen. Ach so, Du fragst Dich was der manuelle Modus ist? Dann gehe zurück zu Tipp 1.
3. Achte auf den Weißabgleich!
Wenn Fotos farblich falsch wiedergegeben werden, liegt es am fehlenden Weißabgleich. Der Weißabgleich sorgt dafür, den Sensor der Kamera auf das bei der Aufnahme vorherrschende Licht einzustellen. Ausschlaggebend ist hierfür die Farbtemperatur, eine messbare Beschreibung für die Lichtstimmung. Kunstlicht wirkt oft gelbstichig, Sonnenlicht relativ natürlich und Fotos in der Dämmerung bläulich.
Von nun an achte immer auf den passenden Weißabgleich. Wähle entweder dafür eines der kamerainternen Voreinstellungen oder nimm eine Graukarte zur Hilfe. Wenn es schnell gehen muss oder sich die Lichtstimmung häufig ändert, nimm den automatischen Weißabgleich. Bei den meisten Kameras funktioniert der automatische Weißabgleich sehr gut, aber wenn das Foto farblich so gar nicht hinhaut, verändere den Weißabgleich, bis es passt.
Ein falscher Weißabgleich kann zwar mit einer Software wie Lightroom oder Aperture korrigiert werden, aber ein passender Weißabgleich erspart Dir viel Arbeit in der Nachbearbeitung hinterher am Rechner.
4. Nutze eine Festbrennweite!
ich fotografiere am liebsten mit einer Festbrennweite. Warum? Weil Festbrennweiten meine Kreativität fördern. Sie zwingen mich, mich zu bewegen, nachzudenken, verschiedene Blickwinkel auszuprobieren. Festbrennweiten werden auch Turnschuh-Zoom genannt, eben weil die Füße den Abstand zum Objekt herstellen und nicht der Zoomring.
Außerdem wiegt eine Festbrennweite nicht halb so viel wie ein Zoomobjektiv. Meine Lieblingsfestbrennweiten sind das Canon 35mm f/2.0 und das Canon 50mm f/1.8. Beides Linsen, die klein, leicht und unauffällig sind. Kauft Euch lieber eine preiswerte Festbrennweite statt ein teures Zoomobjektiv und probiert aus.
5. Nutze nie den Blitz!
Okay. Dieser fünfte Tipp ist wirklich leicht umzusetzen. Ehrlich gesagt ergibt er sich quasi von allein, denn wenn Du nur noch im manuellen Modus fotografierst (und das hast Du ja gerade gelernt
), klappt der interne Blitz gar nicht mehr automatisch heraus. In den ganzen Automatikprogrammen blitzt ständig dieses Lichtlein ins Motiv, egal ob notwendig oder nicht. Hinzu kommt, dass der interne Blitz aufgrund seiner Beschaffenheit (mittig über dem Objektiv, geringe Leitzahl) nicht für schöne Fotos gedacht ist. Ich persönlich glaube, die Hersteller haben ihn nur deswegen in die Kamera gebaut, damit der Fotograf sich über den internen Blitz ärgert und einen großen, teureren, externen Blitz kauft.
Fazit
Das sind meine fünf Tipps für Dich, um Deine Fotografiekenntnisse zu verbessern. Beachte sie und Du wirst schon bald den Unterschied merken.